Kürbiskuchen zählt zu den beliebtesten Herbstdesserts. Auffällig ist seine warme orange Farbe, doch überzeugt er vor allem mit einer zarten, cremigen Füllung voller Zimt- und Muskatnussaromen. Die feine Kürbissüße passt perfekt zum mürben Butterteig. Bekannt aus der amerikanischen Küche gelingt er ebenso einfach mit Hokkaido-Kürbis, den Sie im Herbst problemlos in tschechischen Geschäften finden.
Der klassische Kürbiskuchen, bekannt als pumpkin pie, ist eng mit dem amerikanischen Erntedankfest verbunden. In Nordamerika hat er eine lange Tradition und ist zum Symbol des herbstlichen Backens geworden.
Interessant: Kürbis selbst ist nicht besonders süß. Das charakteristische Aroma entsteht durch die Kombination von Zimt, Muskatnuss, Ingwer und weiteren Gewürzen — in den USA als pumpkin pie spice erhältlich.
Vorbereitung: 35 Minuten
Backzeit: 55–65 Minuten
8 Portionen
Für dieses Rezept benötigen Sie eine runde Kuchenform mit 22–24 cm Durchmesser. Die Füllung besteht aus Kürbispüree, das dem Kuchen eine intensive Farbe und zarte Konsistenz verleiht.
Für den Mürbeteig:
Für die Kürbisfüllung:
1. Mürbeteig zubereiten: Mehl mit Puderzucker und Salz mischen. Kalte Butter in Würfeln zugeben und mit den Fingern zu Streuseln verarbeiten. Ei und bei Bedarf etwas kaltes Wasser hinzufügen. Schnell zu einem glatten Teig verarbeiten, einwickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
2. Kürbispüree herstellen: Hokkaido waschen, halbieren, Kerne entfernen und in Stücke schneiden. Bei 190 °C ca. 25–35 Minuten backen, bis er weich ist. Zu einem glatten Püree mixen und abkühlen lassen. Für die Füllung 450 g abwiegen. Bei Hokkaido kann die Schale nach dem Backen dranbleiben, sie wird weich.
3. Boden blind backen: Teig ausrollen und in die Form legen, Ränder etwa 3 cm hochziehen. Boden mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier belegen und mit Keramikbackbohnen oder trockenen Hülsenfrüchten beschweren. Bei 180 °C ca. 15 Minuten backen, Beschwerung entfernen und weitere 8–10 Minuten fertigbacken.
4. Füllung anrühren: Kürbispüree mit Rohrzucker, Eiern, Sahne, geschmolzener Butter und Gewürzen gründlich mit einem Schneebesen verrühren, bis eine glatte Masse entsteht. Die Masse sollte eher dick, aber noch gießfähig sein.
5. Kuchen backen: Füllung auf den vorgebackenen Boden geben. Im auf 200 °C vorgeheizten Ofen 10 Minuten backen, dann auf 175 °C reduzieren und 30–40 Minuten weiterbacken. Fertig ist der Kuchen, wenn die Ränder fest sind und die Mitte noch leicht wackelt.
6. Abkühlen lassen: Kuchen vollständig abkühlen lassen und dann mindestens zwei Stunden im Kühlschrank kühlen. So festigt sich die Füllung und der Kuchen lässt sich sauber schneiden.
Wichtig ist ein konzentriertes Kürbispüree: Ist es zu wässrig, wird die Füllung dünn und der Kuchen kann nicht richtig durchbacken. Backen statt Kochen reduziert den Wasseranteil und intensiviert den Geschmack. Falls nötig, das Püree kurz in einem feinen Sieb abtropfen lassen.
Blindbacken ist ebenfalls entscheidend — so bleibt der Boden knusprig und saugt nicht zu viel Feuchtigkeit aus der Füllung.
Tipp: Für mehr Aroma etwas Vanilleextrakt oder eine kleine Prise gemahlene Nelken zugeben, aber sparsam würzen, damit der feine Kürbisgeschmack erhalten bleibt.
Hokkaido eignet sich hervorragend: natürlich süßlicher Geschmack, kräftiges orangefarbenes Fruchtfleisch und nach dem Backen ein glattes Püree.
Alternativ passt Butternut gut — mild im Geschmack und meist weniger faserig. Große Zierkürbisse sind oft wässriger und für süße Kuchen weniger geeignet.
Kürbiskuchen wird traditionell gekühlt serviert, gern mit einem Klecks frisch geschlagener Sahne. Ebenfalls lecker: Vanilleeis, gehackte Pekannüsse oder eine leichte Prise Zimt.
Fertig gebackenen Kuchen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 3–4 Tagen verzehren.
Kürbiskuchen ist eine wunderbare Möglichkeit, die Herbsternte anders zu verwenden als als Suppe. Die Kombination aus knusprigem Mürbeteig, zarter Kürbisfüllung und aromatischen Gewürzen macht ihn zu einem Dessert, das man gerne wieder backt.