Candy Melts sind farbige Schmelzdrops, mit denen sich Cake Pops, Cupcakes, Muffins, Pralinen, Kekse und zahlreiche weitere Süßigkeiten schnell und wirkungsvoll verzieren lassen. Nach dem Erwärmen entsteht eine glatte, flüssige Glasur, die sich zum Eintauchen, Überziehen, Besprenkeln, Verzieren oder Ausgießen in Formen verwenden lässt.
Im Vergleich zu klassischer Schokolade sind Candy Melts Schmelzdrops besonders unkompliziert in der Verarbeitung. Sie müssen in der Regel nicht aufwendig temperiert werden und sind deshalb sowohl für erfahrene Tortendesigner als auch für Hobbybäcker geeignet. Durch die große Auswahl an Farben lassen sich Dekorationen passend zu Geburtstagen, Hochzeiten, Babypartys, saisonalen Festen oder individuellen Farbkonzepten gestalten.
Bei Candy Melts handelt es sich um kleine, kuvertüreähnliche Glasurdrops. Sie bestehen meist aus Zucker, Milchbestandteilen, pflanzlichen Fetten, Aromen und Farbstoffen. Anders als Kuvertüre enthalten sie üblicherweise keine Kakaobutter. Daher dürfen sie streng genommen nicht als Schokolade oder echte Kuvertüre bezeichnet werden, auch wenn sie auf ähnliche Weise verarbeitet werden.
Häufig werden sie als bunte Kuvertüre, Schmelzdrops, Cake-Pop-Glasur, Candy Dips oder farbige Fettglasur bezeichnet. Besonders beliebt sind sie dort, wo eine gleichmäßige Farbe, eine stabile Oberfläche und eine einfache Verarbeitung gefragt sind.
Nach dem Erkalten wird die Glasur fest und bildet eine glatte, dekorative Hülle. Das ist vor allem bei Cake Pops praktisch, da die kleinen Kuchen am Stiel vollständig eingetaucht werden können und nach dem Trocknen eine stabile Oberfläche erhalten.
Die Einsatzmöglichkeiten von Candy Melts zum Backen und Dekorieren sind sehr vielseitig. Am bekanntesten ist die Verwendung als Überzug für Cake Pops. Die geschmolzenen Drops umschließen die Kugeln gleichmäßig und können anschließend mit Zuckerstreuseln, Perlen, gehackten Nüssen oder weiteren Dekorationen verziert werden.
Auch Cupcakes und Muffins lassen sich damit dekorieren. Die flüssige Glasur kann über die Oberfläche gegossen, mit einem Löffel verteilt oder als feine Linie aufgespritzt werden. Auf Keksen, Donuts, Brownies und Kuchen entstehen damit farbige Akzente, Muster oder Schriftzüge.
Darüber hinaus eignen sich die Schmelzdrops für:
Candy Melts können außerdem in Silikon- oder Kunststoffformen gegossen werden. So entstehen kleine Herzen, Buchstaben, Figuren, Tafeln oder andere Dekorationselemente, die nach dem Aushärten direkt auf Torten und Desserts gesetzt werden können.
Damit die Glasur glatt bleibt und nicht anbrennt, sollten Candy Melts langsam und schonend geschmolzen werden. Besonders einfach gelingt dies in der Mikrowelle. Die Drops werden in kurzen Intervallen erwärmt und nach jedem Durchgang gründlich umgerührt. Auch wenn sie ihre Form zunächst behalten, können sie im Inneren bereits weich sein. Deshalb ist regelmäßiges Rühren wichtig.
Alternativ können Candy Melts in einer Schüssel über einem warmen Wasserbad geschmolzen werden. Das Wasser sollte nicht kochen und weder Wasser noch Dampf dürfen in die Glasur gelangen. Schon kleine Mengen Feuchtigkeit können dazu führen, dass die Masse verklumpt oder fest wird.
Beim Schmelzen gilt:
Im Gegensatz zu echter Kuvertüre müssen Candy Melts nicht klassisch temperiert werden. Dadurch ist die Verarbeitung deutlich einfacher und es muss keine präzise Temperaturkurve eingehalten werden.
Je nach Marke, Farbe und Temperatur kann die geschmolzene Masse unterschiedlich flüssig sein. Für filigrane Dekorationen oder zum Überziehen von Cake Pops sollte sie glatt vom Löffel fließen und keine zu dicke Schicht bilden.
Sind die geschmolzenen Candy Melts zu dick, kann ein kleiner Anteil eines geeigneten pflanzlichen Fettes oder eines speziellen Verdünnungsmittels für Candy Melts eingerührt werden. Das Fett sollte schrittweise und nur in kleinen Mengen hinzugefügt werden. Zu viel davon kann verhindern, dass die Glasur anschließend richtig fest wird.
Wasser, Milch und andere wasserhaltige Flüssigkeiten sind zum Verdünnen ungeeignet. Sie können die Glasur sofort verklumpen lassen.
Für Cake Pops mit Candy Melts wird zunächst das Ende des Stiels in etwas geschmolzene Glasur getaucht und anschließend in die Kuchenmasse gesteckt. Nach kurzem Festwerden hält der Stiel stabiler im Cake Pop.
Danach wird der Cake Pop vollständig in die flüssige Glasur eingetaucht. Dabei sollte er möglichst gerade eingetaucht und vorsichtig herausgezogen werden. Durch sanftes Drehen und leichtes Klopfen am Stiel kann überschüssige Glasur ablaufen.
Streusel, Zuckerperlen und andere Dekorationen müssen aufgebracht werden, solange die Oberfläche noch feucht ist. Anschließend werden die Cake Pops senkrecht in einem passenden Halter getrocknet.
Bei Cakesicles oder gefüllten Pralinenformen wird zunächst eine dünne Schicht der geschmolzenen Drops in die Form gegeben. Die Glasur sollte alle Ränder gleichmäßig bedecken. Nach dem Festwerden kann die Form gefüllt und anschließend mit einer weiteren Schicht verschlossen werden.
Diese Technik eignet sich für Kuchenmasse, Ganache, Cremes, Karamellfüllungen und viele weitere feste oder cremige Füllungen. Nach vollständigem Aushärten lassen sich die fertigen Süßigkeiten vorsichtig aus der Form lösen.
Für eine stabile Hülle sind meistens zwei dünne Schichten besser als eine sehr dicke Schicht. Dadurch wird die Oberfläche gleichmäßiger und die Form lässt sich sauberer lösen.
Verschiedene Candy-Melts-Farben können untereinander gemischt werden. So lassen sich individuelle Farbtöne passend zu einer Torte, einem Motto oder einer Feier zusammenstellen. Aus Weiß und einer kräftigen Farbe entstehen beispielsweise zarte Pastelltöne.
Zum zusätzlichen Einfärben sollten ausschließlich fettlösliche Lebensmittelfarben beziehungsweise Lebensmittelfarben auf Ölbasis verwendet werden. Wasserbasierte Gel- oder Flüssigfarben sind ungeeignet, da sie die Konsistenz der Fettglasur verändern und zum Verklumpen führen können.
Für besonders kräftige Farben empfiehlt es sich, bereits farbige Candy Melts als Grundlage zu wählen und den Farbton nur leicht anzupassen. So muss weniger zusätzliche Farbe verwendet werden.
Durch die Kombination mehrerer Farben entstehen moderne Dekorationstechniken. Für einen Marmoreffekt werden zwei oder mehrere geschmolzene Farben nur leicht miteinander vermischt. Der Cake Pop oder Cakesicle wird anschließend eingetaucht, ohne die Farben vollständig zu verrühren.
Für einen Candy-Melts-Drip wird die flüssige Glasur entlang des Tortenrandes aufgetragen. Die Konsistenz sollte vorher an einem gekühlten Glas oder am Rand einer Schüssel getestet werden. Ist die Glasur zu heiß oder zu dünn, laufen die Tropfen zu weit nach unten. Ist sie zu dick, entstehen kurze, schwere Tropfen.
Sprenkel lassen sich mit einem Pinsel auf bereits ausgehärtete Dekorationen aufbringen. Auch feine Linien, Punkte und Muster können mit einem Spritzbeutel, einer kleinen Tülle oder einem Dekorierstift gestaltet werden.
Klassische Candy Melts schmecken meist süß und leicht vanillig. Dadurch passen sie zu Kuchen, Keksen, Muffins und vielen verschiedenen Füllungen. Einige Varianten sind zusätzlich in besonderen Geschmacksrichtungen erhältlich, beispielsweise Kakao, Karamell, Erdbeere oder Minze.
Nach dem Aushärten entsteht eine feste Oberfläche, die stabiler als viele weiche Glasuren ist. Trotzdem sollte die Schicht nicht unnötig dick aufgetragen werden, da sie sonst beim Hineinbeißen sehr fest wirken kann. Eine dünne, gleichmäßige Glasur sorgt für ein angenehmeres Verhältnis zwischen Überzug und Gebäck.
Der wichtigste Unterschied zwischen Candy Melts und Schokolade liegt in der Fettzusammensetzung. Schokolade und Kuvertüre enthalten Kakaobutter, während Candy Melts üblicherweise pflanzliche Fette enthalten. Dadurch unterscheiden sie sich im Geschmack, im Schmelzverhalten und in der Verarbeitung.
Kuvertüre muss für ein glänzendes, knackiges Ergebnis korrekt temperiert werden. Candy Melts werden dagegen lediglich vorsichtig geschmolzen und anschließend verarbeitet. Dies macht sie besonders praktisch für farbige Dekorationen und Projekte, bei denen eine einfache und schnelle Anwendung im Vordergrund steht.
Echte Schokolade bietet meist einen intensiveren Kakaogeschmack. Candy Melts überzeugen dagegen durch ihre Farbvielfalt, ihre einfache Handhabung und ihre stabilen Dekorationseigenschaften.
Übrig gebliebene Candy Melts Glasur kann nach dem Aushärten häufig erneut geschmolzen werden. Voraussetzung ist, dass sie nicht mit Wasser, Kuchenkrümeln oder anderen Zutaten verunreinigt wurde.
Reste können auf Backpapier oder eine Silikonmatte gegossen und nach dem Festwerden luftdicht aufbewahrt werden. Bei der nächsten Verwendung werden sie wieder langsam erwärmt. Mehrfaches starkes Erhitzen sollte vermieden werden, da sich Konsistenz und Verarbeitungseigenschaften mit der Zeit verändern können.
Candy Melts sollten trocken, kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Eine zu warme Umgebung kann dazu führen, dass die Drops weich werden oder zusammenkleben. Feuchtigkeit kann die Oberfläche und das Schmelzverhalten beeinträchtigen.
Eine Lagerung im Kühlschrank ist normalerweise nicht notwendig. Starke Temperaturschwankungen sollten vermieden werden, da sich auf der Oberfläche Feuchtigkeit bilden kann. Geöffnete Packungen werden am besten gut verschlossen oder in einen luftdichten Behälter umgefüllt.
Für einen glatten und stabilen Überzug sollten Kuchen, Cake Pops oder Cakesicles vor dem Glasieren gut gekühlt, aber nicht gefroren sein. Sehr kalte Produkte können dazu führen, dass die Glasur zu schnell fest wird oder später Risse bekommt.
Auch der Temperaturunterschied zwischen Gebäck und Glasur sollte nicht zu groß sein. Die Candy Melts dürfen flüssig und warm, aber nicht heiß sein. Eine ruhige Verarbeitung, regelmäßiges Umrühren und eine passende Konsistenz sind entscheidend für eine gleichmäßige Oberfläche.
Dekorationen wie Streusel oder Zuckerperlen sollten direkt nach dem Überziehen angebracht werden. Sobald die Oberfläche fest ist, haften sie nicht mehr zuverlässig. Für weitere Linien, Drips oder aufgesetzte Dekorationen sollte die erste Schicht dagegen vollständig ausgehärtet sein.
Die ausgewählten Produkte werden nach Umsatz und Verfügbarkeit sortiert, dann werden Produkte im Angebot und neue Produkte nach dem Zufallsprinzip hinzugefügt.